Fragen und Fachbegriffe

Die wichtigsten Fragen und Fachbegriffe (*) rund um die Palliative Care haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

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Was bedeuten «Palliativmedizin» und «Palliative Care»?

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Palliative Care ist der englische, umfassende Begriff, der palliative Medizin, Pflege und Begleitung einschliesst. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation ist Palliative Care eine Haltung und Betreuung für betroffene Patienten und ihre Angehörigen, wenn eine unheilbare oder lebensbedrohliche Krankheit vorliegt. Palliative Care soll körperliche Beschwerden verringern, aber ebenso psychische, soziale und spirituelle Probleme angehen. Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Angehörige werden bei Bedarf auch über die Sterbephase hinaus begleitet.

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Ist Palliative Care nur für krebskranke Menschen bestimmt?

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Nicht nur. Die Palliative Care richtet sich an alle Personen, die unter einer fortschreitenden und nicht heilbaren Krankheit leiden, wie z.B. amyotrophe Lateralsklerose, Herzinsuffizienz oder terminale Ateminsuffizienz.

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Muss man im Spital sein, um Palliative Care in Anspruch nehmen zu können?

Wo gibt es Palliative Care? wo gibt es palliative care? Hospiz, hospiz, Krankenhaus, krankenhaus, Ort, ort, Pflegeheim, pflegeheim

Nein. In einigen Spitälern wurden Palliativstationen eröffnet. Es gibt aber auch mobile Teams, die Hausbesuche absolvieren, in Alters- und Pflegeheime oder periphere Spitäler gehen. Hospize nehmen Menschen auf, die am Lebensende eine umfassende Palliative Care benötigen.

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Wenn man palliativ behandelt wird, bedeutet das, dass man keine aktive Pflege mehr bekommt?

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Nein. Im Gegenteil: Die Pflege spielt in der Palliative Care eine sehr wichtige Rolle. Eine vorausschauende und sorgfältige Pflege ist wichtig für eine bestmögliche Lebensqualität bis zuletzt.

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Muss man im Sterben liegen, um Palliative Care erhalten zu dürfen?

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Nein. Ziel der Palliative Care ist, die Lebensqualität zu fördern. Da viele unheilbare Krankheiten mit Beschwerden (Schmerzen und anderes) beginnen, spielen Aspekte der Palliative Care oft von Beginn an eine Rolle. Palliative Care kann also lange vor der terminalen Lebensphase angewendet werden.

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Kann man eine Station oder eine Institution, die sich Palliative Care widmet, lebend verlassen?

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Ja. Auf Palliativstationen ist dies meistens der Fall. Es ist beispielsweise möglich, für Schmerzprobleme oder andere Beschwerden ins Spital oder auf eine Palliativstation zu gehen und, wenn sich die Situation stabilisiert hat, wieder nach Hause zu gehen.

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Wird in palliativen Behandlungen auf jeden Fall Morphin gegeben?

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Nein. Morphin oder ähnlich wirksame Schmerzmittel (Opioide) werden dann gegeben, wenn ein Patient unter Schmerzen oder Atemnot leidet, die anders nicht behandelt werden können. Opioide sind gut verträgliche Medikamente. Richtig eingesetzt, verlängern oder verkürzen sie das Leben nicht. Sie können in jedem Lebensalter, also auch bei Kindern und betagten Menschen, eingesetzt werden. Opioide werden auch bei Menschen, die nicht am Lebensende sind, gegen starke Schmerzen eingesetzt.

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Kann Palliative Care auch Kindern nützen?

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Ja. Auch wenn es deutlich weniger Kinder als Erwachsene sind, so sind es doch mindesten 5'000 Kinder in der Schweiz. Mit den schwerkranken Kindern nützt Palliative Care der gesamten Familie und deren Umfeld. Die Kinder haben unterschiedlichste Diagnosen, viele sind im Säuglingsalter, viele sind neurologisch schwer beeinträchtig.

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Was sind neuropathische Schmerzen?

Neuropathisch, neuropathisch, Nerven, nerven

Schmerzen, die durch Reizung der Nervenbahnen ausgelöst werden.

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Was bedeutet «Opioide, opioidhaltig»?

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Als Opioide bezeichnet man eine Gruppe von Schmerzmitteln, die ihre schmerzlindernde Wirkung über die Bindung an sogenannte Opioidrezeptoren entfalten. Die wichtigste Substanz ist Morphin.

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Was ist die adjuvante Schmerztherapie?

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Adjuvante Schmerzmittel sind Medikamente, die an sich keine Schmerzmittel sind, aber die Schmerzwahrnehmung verringern oder auf andere Weise Wirkung von Schmerzmedikamenten unterstützen.

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Was bedeutet supportive Therapie?

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Unterstützende Therapie. Eine supportive Behandlung soll beispielsweise die Nebenwirkungen einer notwendigen Behandlung wie z.B. einer Chemo- oder Strahlentherapie mildern.

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Was ist die Terminalphase?

Vor dem Tod, vor dem tod, Vor dem Sterben, vor dem sterben

Die Terminalphase umfasst meistens einige Wochen, manchmal Monate, in denen die Aktivität durch die Erkrankung trotz guter Schmerztherapie und Behandlung von Beschwerden zunehmend eingeschränkt wird.

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Was versteht man unter Sterbephase (Finalphase)?

Vor dem Tod, vor dem tod, Vor dem Sterben, vor dem sterben

Die Sterbephase umfasst die letzten Stunden oder Tage des Lebens.

Was bedeutet...

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Ambulanter Hospizdienst

Ambulant, ambulant, Zuhause, zuhause, Daheim, daheim, Stationär, stationär

Ambulante Hospizdienste unterstützen und ergänzen die ambulante Betreuung schwer kranker und sterbender Menschen zu Hause. Dies ist besonders wichtig, da die meisten Menschen auch bei schwerer Krankheit am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten. Manche ambulanten Hospizdienste bestehen vorwiegend aus Pflegefachleuten und Freiwilligen. Andere ambulante Hospizdienste unterstützen die Grundversorger (Hausärztinnen und -ärzte, Spitex) durch ein multiprofessionelles Team mit hoch spezialisierter Palliative Care.

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Beihilfe zum Suizid

Selbstmord, selbstmord, Freitod, freitod

Beihilfe durch eine Drittperson zum Freitod (Suizid). Die Beihilfe ist in der Schweiz gemäss Artikel 115 des Strafgesetzbuches straffrei, sofern eigennützige Motive ausgeschlossen werden können. Sie wird von Laienorganisationen wie EXIT und Dignitas praktiziert. Bei Selbsttötung durch ärztliche Beihilfe spricht man von Physician-Assisted Suicide (PAS). Die Beihilfe zum Suizid sollte von den anderen Formen der Sterbehilfe unterschieden werden (passive, indirekt aktive und aktive Sterbehilfe, siehe dort).

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End of Life Care

Vor dem Tod, vor dem tod, Vor dem Sterben, vor dem sterben, letzter Wille, letzter wille

End of Life Care ist der englische Fachbegriff für Medizin, Pflege und Begleitung in der letzten Lebensphase. Er beinhaltet medizinische, psychologische, spirituelle und soziokulturelle Aspekte. Die Kommunikation mit Patient und Angehörigen und die Begleitung der Angehörigen haben einen hohen Stellenwert. Am Lebensende können sich besondere ethische Fragen stellen, beispielsweise zum Verzicht oder Abbruch einer Behandlung, zur Patientenverfügung oder zu einer Sedation (künstlicher Schlaf).

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Euthanasie

Freitod, freitod, Sterbebegleitung, sterbebegleitung, Selbstmord, selbstmord

Von griechisch «eu» – gut, richtig, schön, und «thanatos» – Tod. Der Begriff Euthanasie hat in der deutschen Sprache unterschiedliche Bedeutungen und ist geschichtlich belastet. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte er daher vermieden werden. Die Begriffe aktive, indirekt aktive und passive Sterbehilfe sind gut definierte, alternative Bezeichnungen (siehe dort).

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Freiwillige (Ehrenamtliche)

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Freiwillige Helfer bilden einen unentbehrlichen Bestandteil der palliativmedizinischen Betreuung und Begleitung. Sie stellen oft eine «Brücke» zum gesunden Leben dar. Den Patientinnen, Patienten und Angehörigen bieten sie mitmenschliche Begleitung und Beratung in der Zeit von Krankheit, Abschied und Trauer. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur psychosozialen und emotionalen Entlastung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Freiwillige arbeiten eng mit den Grundversorgern und den übrigen Fachpersonen der palliativen Versorgung zusammen. Sie sind tätig im Spital, im Alterspflegeheim oder im häuslichen Bereich. Auch Freiwillige haben Rechte und Pflichten. Um als Freiwillige/-r im Palliativbereich arbeiten zu können, ist eine Schulung notwendig. Nähere Auskünfte über Angebote und Ausbildungsorte geben beispielsweise die Sektionen von palliative ch, die Ligen und Caritas.

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Weitere Informationen

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Home Care

Zuhause, zuhause, Daheim betreut werden, daheim betreut werden, Betreuung daheim, betreuung daheim

Englischer Begriff für Betreuung zu Hause.

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Hospiz

Interdisziplinär, interdisziplinär, Ehrenamtliche, ehrenamtliche, Ruheort, ruheort, Betreuung, betreuung

Von lateinisch «hospitium» – Gastfreundschaft, Gast. In einem Hospiz werden Patientinnen und Patienten in der letzten Lebensphase betreut, bei welchen eine Behandlung zu Hause oder im Pflegeheim nicht möglich ist, die Infrastruktur eines Akutspitals aber nicht sinnvoll ist. Ein spezialisiertes, multiprofessionelles Team kümmert sich in einem ganzheitlichen Ansatz um die Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen hohen Stellenwert.

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Mobiler Palliativdienst (ambulant)

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Der mobile Palliativdienst ist ein auf Palliative Care spezialisiertes Team. Er arbeitet im ambulanten Bereich und unterstützt die Übergänge zwischen Spital und Versorgung zu Hause. Der Palliativdienst berät und unterstützt die übrigen Betreuenden bei komplexen palliativmedizinischen Problemen, beispielsweise bei einer schwierigen Schmerzeinstellung, bei der Bedienung von Medikamentenpumpen oder bei Transfusionen. Auch Patientinnen, Patienten und Angehörige können sich durch den Palliativdienst beraten lassen.

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Multiprofessionelles Team

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Ein Behandlungsteam, das aus verschiedenen Berufsgruppen besteht, beispielsweise aus Pflegenden, Ärzten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und anderen assoziierten Diensten. Patienten in Palliativsituationen leiden oft an verschiedenen Beschwerden und Einschränkungen. Sie sind daher in besonderem Mass auf eine multiprofessionelle Betreuung angewiesen.

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Opiate und Opioide

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Opioid bedeutet «dem Opium ähnlich». Gemeint ist eine Gruppe von natürlichen und synthetischen Substanzen, die morphinähnliche Eigenschaften aufweisen. Sie alle wirken an den sogenannten Opioid-Rezeptoren. Als «Opiate» bezeichnet man die natürlichen Stoffe, die aus der Milch des Schlafmohns gewonnen werden. Auch sie wirken an den Opioid-Rezeptoren. Opioide sind chemisch unterschiedlich zusammengesetzt. Ihre Wirkungsweise ist komplex. Sie alle wirken als starke Schmerzmittel (Analgesie). In höheren Konzentrationen unterdrücken sie die Atmung, was bei Atemnot therapeutisch genutzt werden kann. Richtig angewendet können Opioide über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden, ohne Leber, Niere oder Magen zu schädigen. Es liegen zahlreiche Darreichungsformen vor (Tabletten, Tropfen, Pulver, Zäpfchen, 3-Tage-Pflaster, Ampullen). Opioide können auch bei Kindern und älteren Menschen eingesetzt werden. Wichtigste Nebenwirkungen sind Verstopfung (Obstipation) und Abhängigkeit. In der Schweiz ist die Opioidabgabe durch das Betäubungsmittelgesetzt geregelt. Beispiele für Opioide: Morphin, Hydromorphon, Methadon, Oxycodon, Fentanyl.

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Palliativer Konsiliardienst (im Spital)

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Team aus verschiedenen Fachpersonen (Pflegende, Ärzte, Sozialarbeiter, andere), das eine spezialisierte Palliative Care anbietet. Der Konsiliardienst berät vor allem die betreuenden Ärzte und Pflegenden auf den Stationen oder im Ambulatorium, Erst in zweiter Linie berät er Patienten oder Angehörige.

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Palliativpatienten

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Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Palliativpatienten benötigen Linderung von körperlichen und seelischen Beschwerden sowie eine psychosoziale und spirituelle Begleitung.

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Palliativstation

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Eine Palliativstation ist eine eigenständige Abteilung in einem Akutspital, die auf die Versorgung von Palliativpatienten spezialisiert ist. Ein spezialisiertes, multiprofessionelles Team kümmert sich in einem ganzheitlichen Ansatz um die Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Gründe für eine Hospitalisation auf einer Palliativstation können sein: komplexe körperliche, seelische, soziale oder spirituelle Problematik, schwierige Entscheidungsfindung, Evaluation und Vorbereitung der zukünftigen Betreuungsstruktur, Erschöpfung des bisher behandelnden Netzes, schwer belastende Situation in der Sterbephase. Man rechnet mit rund 80–100 spezialisierten Palliativ- und Hospizbetten pro Million Einwohner (EU Council, 2003).

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Sedation

Sedierung, sedierung, Beruhigen, beruhigen, Beruhigung, beruhigung, Betäubung, betäubung, Betäuben, betäuben

Gabe von Medikamenten, die eine Distanzierung oder einen künstlichen Schlaf bewirken. Eine Sedation kann oberflächlich oder tief sein, vorübergehend oder dauerhaft. Es liegen keine sicheren Hinweise vor, dass eine Sedation an sich lebensverkürzend oder lebensverlängernd wirkt. Oberstes Ziel einer sogenannten palliativen Sedation ist, belastende Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Angst zu lindern, wenn andere Massnahmen nicht ausreichend geholfen haben. Unter diesen Voraussetzungen ist die Sedation heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Palliative Care.

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Sterbehilfe, passive

Freitod, freitod

Entscheidung des Arztes, entweder auf eine lebensverlängernde Therapie zu verzichten oder eine bereits begonnene lebensverlängernde Therapie abzubrechen. Allgemein anerkannter Bestandteil der Schulmedizin bzw. der Palliativmedizin. Bsp: Verzicht auf Antibiotika trotz Infektion, Abbruch einer Antibiotikabehandlung, Verzicht auf Beatmung oder Reanimation.

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Sterbehilfe, indirekt aktive

Freitod, freitod

Inkaufnehmen einer indirekten Lebensverkürzung durch Medikamente, die zur Linderung schwerster Symptome – besonders von Schmerz, Angst oder Erstickungsgefühl – verabreicht werden. Sie ist straffrei. Allgemein anerkannter Bestandteil der Palliativmedizin. Primäres Ziel ist also Verminderung von Leiden, nicht der Tod. Bsp: Bei schwersten Schmerzen Morphingabe in einer Dosis, die eine Atemsuppression (Nebenwirkung bei sehr hoher Dosis) bewirken und dadurch zum Tod führen kann.

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Sterbehilfe, aktive

Euthanasie, euthanasie, Exit, exit, Dignitas, dignitas, Freitod, freitod

Gezielte, rasche und nicht schmerzhafte Tötung eines Menschen mit einer unheilbaren Krankheit mit dem Ziel, sein Leben zu beenden. Nach Artikel 111, 113 und 114 des Strafgesetzbuches in der Schweiz strafbar. Unterschieden werden: a) Auf Verlangen (voluntary euthanasia) b) Ohne entsprechende wiederholte Willensäusserung des Patienten (involuntary euthanasia oder life-terminating act without explicit request LAWER). c) Gegen den expliziten Willen des Betroffenen (non-voluntary euthanasia)

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Sterbephase

Sterben, sterben, Tod, tod

Der Übergang von der terminalen Phase zur Sterbephase ist fliessend. Die Sterbephase bezieht sich meistens auf die letzten Stunden des Lebens. Anzeichen für die Sterbephase können sein: starkes Schlafbedürfnis, reduzierte Wahrnehmung der Aussenwelt, Verwirrtheit, verminderte Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, versiegende Ausscheidung, kalte Hände und Füsse, veränderter Atemrhythmus (schnell oder mit Atempausen), bleiche, wächserne Haut, schwacher Puls.

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Supportive Therapie

Antiemetisch, antiemetisch, Antiemetische Therapie, antiemetische therapie, antiinfektiv, Antiinfektiv, Ernährungsunterstützung, ernährungsunterstützung, Infektionsprophylaxe, infektionsprophylaxe

Unterstützende, lindernde Behandlung. In der Onkologie wird die Belastung durch die tumorspezifischen Behandlungen (z.B. Chemotherapie, Bestrahlung, Operation) durch supportive Massnahmen möglichst gering gehalten.

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Terminale Lebensphase

Vor dem Tod, vor dem tod, Vor dem Sterben, vor dem sterben

Die letzte Lebensphase. Wann die letzte Lebensphase beginnt, lässt sich nicht exakt definieren. Sie kann Stunden, Tage, Wochen oder sogar wenige Monate dauern. Die betroffenen Patientinnen und Patienten sind trotz guter Beschwerdebehandlung zunehmend in ihren Aktivitäten eingeschränkt. Ihre Bedürfnisse, wie Hunger, Durst oder Schlafbedürfnis, ändern sich. Die Betroffenen und ihre Angehörigen nehmen Abschied von geliebten Menschen, Hoffnungen und Wünschen. Die meisten Patientinnen und Patienten setzen sich mit der Endlichkeit ihres Lebens und mit dem eigenen Sterben auseinander.

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