Summer School in Palliative Medicine 2026: Zwei Tage voller Impulse für die Zukunft der Palliative Care
Am 24. und 25. Juni 2026 fand im Centre Loewenberg in Murten die 11. Summer School in Palliative Medicine statt. Über 100 Palliativmedizinerinnen und Palliativmediziner aus der ganzen Schweiz nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur interprofessionellen Vernetzung und zur Diskussion aktueller Entwicklungen in der Palliative Care.
Die 11. Summer School in Palliative Medicine brachte am 24. und 25. Juni 2026 erneut Fachpersonen aus der ganzen Schweiz im Centre Loewenberg in Murten zusammen. Während zwei Tagen standen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisnahe Fragestellungen sowie die gemeinsame Weiterentwicklung der Palliative Care im Mittelpunkt.
Bereits der erste Veranstaltungstag überzeugte mit einer grossen thematischen Vielfalt. Den Auftakt bildete eine lebhafte Austauschrunde zu den ersten Erfahrungen mit TARDOC. Ein besonderes Highlight war der traditionelle Beitrag von Prof. Dr. Jan Gärtner, der in seinem «Best of Palliative Care 2025/2026» die wichtigsten wissenschaftlichen Entwicklungen des vergangenen Jahres zusammenfasste.
Weitere Beiträge widmeten sich unter anderem pharmakologischen Interventionen bei Schlafstörungen in der Palliative Care, Fragen der Gerechtigkeit im assistierten Suizid, innovativen Versorgungsmodellen sowie klinischer Hypnose und Kachexie in der Palliative Care.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des praxisnahen Lernens und der interprofessionellen Zusammenarbeit. Besonders bereichernd waren die beiden Workshops, die Raum für Reflexion, konkrete Fragestellungen aus dem klinischen Alltag und den direkten Austausch zwischen den Teilnehmenden boten.
Im Workshop von Adriana Burgstaller standen die Chancen und Herausforderungen interprofessioneller Teams im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Fragen nach Vertrauen, Kommunikation, Rollenverständnis und gemeinsamen Verantwortlichkeiten. Deutlich wurde, dass gelingende Zusammenarbeit vor allem von gegenseitigem Verständnis, einer gemeinsamen Sprache und tragfähigen Beziehungen lebt.
Auch der Workshop von Regula Saner setzte wichtige Akzente. Selbstfürsorge wurde dabei nicht als Luxus verstanden, sondern als bewusste Praxis der Reflexion, Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls – ein wichtiger Impuls für Fachpersonen, die Menschen in belastenden Lebenssituationen begleiten.
In ihrem Referat zeigte Renate Grathwohl Shaker eindrücklich auf, wie strukturierte Outcome-Messungen, gemeinsame Behandlungspläne und klar definierte Rollen zu einer patientenzentrierten und qualitativ hochwertigen Versorgung beitragen können. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung einer gemeinsamen Sprache innerhalb interprofessioneller Teams, um Kontinuität zu schaffen und die Bedürfnisse von Patientinnen, Patienten und Angehörigen besser sichtbar zu machen.
Den Abschluss der Summer School bildete der Vortrag von Simone Scherer zu den Übergängen vom Akutspital in spezialisierte Palliative-Care-Abteilungen in Pflegeheimen. Im Zentrum standen die Voraussetzungen für gelingende Übergänge: frühzeitige Planung, realistische Zielsetzungen sowie die Frage, welche medizinischen und pflegerischen Massnahmen im neuen Setting sinnvoll und umsetzbar sind.
Ergänzt wurde das Programm des zweiten Tages durch zahlreiche weitere spannende Beiträge, darunter Referate von Sophie Pautex, Monika Jaquenod-Linder, Caroline Hertler und Giorgio Maccaferri, die die thematische Vielfalt und Aktualität der Palliative Care eindrücklich widerspiegelten.
Mit vielen neuen Impulsen, praxisnahen Erkenntnissen und wertvollen Begegnungen ging die 11. Summer School in Palliative Medicine zu Ende – getragen von der gemeinsamen Überzeugung, dass Palliative Care von Zusammenarbeit, gegenseitigem Lernen und einer achtsamen Haltung lebt.
Die 12. Summer School in Palliative Medicine findet am 23. und 24. Juni 2027 erneut im Centre Loewenberg in Murten statt.
Ein herzlicher Dank gilt den Sponsoren der Summer School 2026: Bahnhof Apotheke Langnau, Cannaplant, Cederberg GmbH und ewimed Switzerland AG.
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