Zwischenbericht Februar 2025
Die bisherigen Ergebnisse aus der laufenden Datenerhebung mit über 600 erfassten Fällen zeigen, dass der EPS-Test im Praxisalltag gut umsetzbar ist und nur einen geringen zeitlichen Aufwand erfordert. Die Auswertungen weisen darauf hin, dass ein grosser Teil der erfassten Patientinnen und Patienten einen Bedarf an spezialisierter Palliative Care aufweist und dass die Übereinstimmung zwischen instrumentengestützter Einschätzung und klinischer Erfahrung hoch ist. Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Hinweise zur Weiterentwicklung der Indikatoren, insbesondere im Hinblick auf psychosoziale Belastungen und frühe palliative Situationen.
Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung, Transparenz und Vergleichbarkeit in der Palliative-Care-Versorgung. Durch die Standardisierung der Indikationskriterien entsteht eine Datengrundlage, die künftig für gesundheitspolitische Entscheidungen, Steuerungsfragen sowie für die nachhaltige Finanzierung der Angebote genutzt werden kann.
Parallel zur Datenerhebung werden Grundlagen für eine breite Implementierung erarbeitet, darunter digitale Lösungen für die Datenerfassung sowie Schulungs- und Multiplikationskonzepte. Ziel ist es, den EPS-Test nach Projektabschluss möglichst flächendeckend verfügbar zu machen und die Nutzung langfristig zu verankern.
Der Abschlussbericht wird per Ende November erwartet und im Rahmen des Nationalen Palliative Care Kongresses erstmals in Teilen präsentiert. Die breite Kommunikation der Projektergebnisse ist für März vorgesehen.
Insgesamt zeigt sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt, dass das Projekt einen relevanten Beitrag zur Stärkung einer bedarfsgerechten, koordinierten und qualitativ hochwertigen Palliative-Care-Versorgung leistet und eine fundierte Grundlage für die weitere Entwicklung auf kantonaler und nationaler Ebene schafft.
Autor:innen:
Bruhin Michael, Foos Daniela, Heusser Caroline, Offermann Cathrine
Zwischenbericht 1 (pdf)