Erklärvideos
Warum braucht es einheitliche Indikationskriterien?
Expert:innen geben Antworten und erklären, warum dieses innovative Projekt helfen kann, die Versorgung unheilbar erkrankter Menschen in der Schweiz zu verbessern: Während die allgemeine Palliative Care eine grundlegende Begleitung bietet, muss die spezialisierte Palliative Care bei komplexen Situationen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf zum Einsatz kommen.
Das Ziel: Mit evidenzbasierten Ansätzen und klaren Strukturen könnte eine gerechtere, flächendeckende Palliative Care entstehen.
«Dank des digitalisierten EPS-Tests können Unter- und Fehlversorgungen sofort erkannt werden — zum Wohle der Patient:innen», sagt Daniela Foos, Leiterin der Fachstelle ambulante spezialisierte Palliative Care Aargau.
LinkedIn-Statements:
Michael Bruhin, Experte für Palliative Care bei Spitex Zürich:
«Den Bedarf an spezialisierter Palliative Care frühzeitig zu erkennen, macht den Unterschied. Es hilft, Vertrauen aufzubauen und so existenziellen Wünschen und Bedürfnissen zu begegnen. Dies beugt Krisen vor und vermeidet zusätzliches Leid.»
«Der Zugang zu spezialisierter Palliative Care ist heute noch nicht flächendeckend und gerecht gewährleistet. Das innovative Praxisprojekt ‹Indikationskriterien für spezialisierte Palliative Care› setzt mit evidenzbasierten Ansätzen und klaren Strukturen einen wichtigen Schritt hin zu einem gerechteren Zugang für alle Menschen mit entsprechendem Bedarf.»
«Wann spezialisierte Palliative Care beigezogen wird, kann den entscheidenden Unterschied machen. Belastende Symptome können frühzeitig erkannt, Wünsche bewusst aufgegriffen sowie Leiden benannt und Entwicklungen vorausschauend begleitet werden — mit spürbarem Gewinn für die Lebensqualität aller Beteiligten.»
Daniela Foos, Leiterin Fachstelle ambulante Spezialisierte Palliative Care Aargau:
«Der digitalisierte EPS-Test ermöglicht sofortige Klarheit, ob spezialisierte Palliative Care nötig ist und eine bedarfsgerechte Weiterleitung an die entsprechenden Teams. Zum Wohle der Patient:innen.»
«Dank des digitalisierten EPS-Tests können Unter- und Fehlversorgungen sofort erkannt werden.»
Raoul Pinter, leitender Arzt Palliativzetrum HOCH Health Ostschweiz:
«Das Projekt ist richtungsweisend, weil der EPS-Test klar und praxisnah zeigt, wann Menschen spezialisierte Palliative Care benötigen und die entsprechenden Teams frühzeitig involviert werden können. Das stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit und hilft schwerkranken Menschen, die passende Versorgung zu erhalten.»
Cornelia Mackuth-Wicki, Leiterin Koordinations- und Geschäftsstelle Palliative Care Solothurn:
Der EPS-Test unterstützt insbesondere Berufsanfänger:innen in der Grundversorgung dabei, frühzeitig zu erkennen, wann spezialisierte Palliative Care erforderlich ist. Mit klaren, evidenzbasierten Strukturen kann so die Versorgung unheilbar kranker Menschen gerechter und flächendeckender verbessert werden.