Wie gelingt Palliative Care zwischen Stadt und Onsernonetal?
Unsere Präsidentin und Nationalrätin Manuela Weichelt und unsere Geschäftsführerin Corina Wirth reisten ins Tessin, um vor Ort zu erleben, wie Palliative Care unter ganz unterschiedlichen geografischen Voraussetzungen funktioniert. Wie lässt sich eine gute Versorgung sicherstellen – vom abgelegenen Onsernonetal bis in die städtischen Zentren?
Foto: Paolo Beretta
Das Tessin blickt auf eine langjährige Entwicklung der Palliative Care zurück und verfügt seit 2015 über eine kantonale Strategie. Ein zentraler Gedanke ist die Vernetzung: Palliative Care soll dort stattfinden können, wo die Menschen betreut werden – zu Hause, im Alters- und Pflegeheim oder im Spital. Die Grundversorgung wird durch spezialisierte Angebote und mobile Teams ergänzt, wenn Situationen komplexer werden. Entscheidend sind dabei nicht Alter oder Diagnose, sondern die individuellen Bedürfnisse und die Komplexität der Situation.
Wie das in der Praxis funktioniert, erfuhren Manuela Weichelt und Corina Wirth in Bellinzona und im Onsernonetal. In Bellinzona standen die Entwicklung der kantonalen Strategie, die Arbeit von palliative ti sowie bestehende und zukünftige spezialisierte Angebote im Zentrum. Tanja Fusi-Schmidhauser, Chefärztin der Klinik für Palliative Care und Support des EOC in Lugano–Bellinzona und Co-Leiterin der Fachgruppe Ärztinnen und Ärzte von palliative.ch, stellte die Arbeit ihrer Klinik sowie das Projekt für eine neue Palliativstation im Spital San Giovanni vor.
Anschliessend ging die Reise weiter nach Russo. Das Centro Sociale Onsernonese CSO lud nicht nur zum Mittagessen und Austausch ein, sondern auch zu einer Führung durch dieses eindrückliche Zentrum in einem wunderschönen, aber abgelegenen Tal. Zentral für die Institution ist das Qualitätslabel für Palliative Care. Die Clinica Fondazione Varini und das Centro Polis gaben ebenfalls Einblick in ihre tägliche Arbeit
Manuela Weichelt und Corina Wirth kehrten beeindruckt zurück: von der Vielfalt der Angebote, dem grossen Engagement und davon, wie unterschiedlich Palliative Care je nach regionalen Gegebenheiten organisiert werden kann. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe, die Institutionen weiterzuentwickeln, von einer Pionierphase weg zu einer nachhaltigen, professionellen Gesundheitsversorgung.
Grazie mille an Carlo De Pietro, palliative ti und alle Beteiligten für die Zeit, die Offenheit und den wertvollen Austausch!
Ein weiterer grosser Dank geht an:
Anna De Benedetti, Ufficio del medico cantonale Ticino
Daniele Stival, Ufficio degli anziani e delle cure a domicilio (UACD), Kanton Tessin
Omar Vanoni, Fondazione Hospice Ticino
Marco Varini, Vertreter der Associazione Triangolo
Tanja Fusi-Schmidhauser, Ente Ospedaliero Cantonale (EOC)
Martin Hilfiker, Clinica Fondazione Varini
Roberto Di Stefano, Centro Polis
Donatella Maffia, Centro Polis
Michele Beretta, Centro Sociale Onsernonese
Elena Pinaglia, Centro Sociale Onsernonese
Marco Vener, Centro Sociale Onsernonese