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Im FokusWas bedeutet Palliative Care?Wann beginnt Palliative Care?Wer bezahlt?FAQPalliative Care hat ZukunftDie Geschichte der Palliative CareNationale StrategieFachbegriffeBuchempfehlungen

 
Palliative Care hat Zukunft

Wir leben immer länger. Dadurch verbringen wir aber auch einen längeren Lebensabschnitt mit Beschwerden und Erkrankungen. Krankheitsverläufe werden komplexer. Ältere Menschen leiden besonders häufig unter mehreren Krankheiten. Palliative Care heisst Linderung der Beschwerden und somit ein besseres Leben mit der Krankheit.

Wir möchten bis zum Schluss selbst über unser Leben bestimmen. Heute informieren sich Patientinnen und Patienten aktiv über Gesundheitsanliegen und wollen mitentscheiden. Diese Autonomie wünscht man sich auch für die letzte Lebensphase. Palliative Care fördert eine Behandlung, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Wir möchten nicht einsam sterben. Die aktuelle Entwicklung in der Schweiz zeigt, dass immer mehr Menschen ohne Familie leben. Aber auch die häufige geografische Distanz zu Familienmitgliedern macht es nicht leicht, für schwer kranke Angehörige da zu sein. Palliative Care zeichnet sich aus durch die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Medizin, Pflege, Haushaltshilfe, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Psychologie und Seelsorge. Sie bilden ein Netzwerk, welches schwer kranke und sterbende Menschen auffängt.

Wir möchten einen nahestehenden Menschen zu Hause pflegen – fühlen uns damit aber überfordert. Palliative Care heisst, auf ein Betreuungsnetz zählen zu können. Freiwillige ergänzen den Helferkreis und entlasten Angehörige. Somit kann der Wunsch der meisten Menschen, die letzte Lebenszeit zu Hause zu verbringen, öfter erfüllt werden.

Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung möchte Palliative Care nutzen. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2009 gaben fast 80% der Befragten an, Palliative Care in Anspruch nehmen zu wollen, sollten sie selber unheilbar krank sein.*


*Quelle: Repräsentative, telefonische Umfrage des Forschungsinstituts GfK Switzerland AG bei 1’600 Personen zum Thema „Lebensende, Sterben, Tod und Bedürfnisse am Lebensende“, Nov. 2009.