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Synthesebericht Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie


Synthesebericht - Palliative Care: Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie

Analyse der Erfahrungen von Schweizer Fachpersonen der Palliative Care und von betroffenen Institutionen sowie darauf basierende Erkenntnisse im Hinblick auf eine zweite Welle der Pandemie.

Während der Corona-Pandemie verzeichnete die Schweiz von Anfang März bis Ende April 2020 gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) eine Übersterblichkeit von 1520 Menschen. Im Tessin gab es in diesem Zeitraum fast doppelt so viele Verstorbene, wie üblicherweise in diesem Zeitraum zu erwarten wären. In der Genfersee Region (Kanton Genf, Waadt und Wallis) war die Anzahl Todesfälle um 40 Prozent höher als üblich in diesem Zeitraum. Gemäss den Zahlen des BAG starben rund die Hälfte dieser Personen nicht im Spital, sondern in Pflegeheimen oder zu Hause. Bei der Begleitung und Be-handlung von Menschen am Lebensende spielt Palliative Care eine wichtige Rolle. Fachpersonen der Palliative Care waren in den Spitälern, in den Pflegeheimen und im ambulanten Bereich bei der Be-handlung und Begleitung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten involviert.

Die Erfahrungen von Fachpersonen der Palliative Care sollen nun erhoben werden, um daraus Erkenntnisse im Hinblick auf eine allfällige zweite Welle der Corona Pandemie in der Schweiz und/oder anderer Pandemien abzuleiten.

Im Zusammenhang mit dem Postulatsbericht «Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende (Postulat 18.3384)» stellt sich zudem die Frage, wo man die Todesfälle aufgrund von Covid-19 verorten soll. Dies betrifft sowohl Todesfälle von jüngeren Personen, meist mit einer intensivmedizinischen Behandlung im Spital als auch Todesfälle von älteren Personen, meist ohne intensivmedizinische Behandlung ausserhalb des Spitals (mehrheitlich in Pflegeheimen).

Hier finden Sie den Synthesebericht